Destiny Soldiers

DESO
2016NOV172016
60
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Über Destiny Soldiers

Beschreibung

Name der Erweiterung: Destiny Soldiers
Anzahl der Karten: 60
Veröffentlichungsdatum: 17. November 2016
Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Japanisch

Die Seltenheitsverteilung von Destiny Soldiers gestaltet sich folgendermaßen:

20 Secret Rares / 40 Super Rares

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Bei Destiny Soldiers handelt es sich um eine Sonderveröffentlichung des Yu-Gi-Oh! Sammelkartenspiels, die zuvor lediglich in Japan erschienene Karten auch in die westliche Version des Sammelkartenspiels einführt. In dieser Hinsicht lässt sich das Set sehr gut mit der Hidden Arsenal Reihe vergleichen, die für den Moment pausiert und somit effektiv von Veröffentlichungen wie Destiny Soldiers abgelöst wurde.

Das Yu-Gi-Oh! Set ist nach einer Verschiebung am 17. November 2016 in Europa erschienen. Ursprünglich war die Veröffentlichung im Oktober vorgesehen. Insgesamt sind 60 Karten im Set enthalten, die sich näher auf 30 Neuerscheinungen und 30 Reprints (neue Auflagen von Karten, die zuvor bereits erschienen sind) aufspalten lassen. Booster der Erweiterung enthalten 5 Karten: 4 Super Rares sowie 1 Secret Rare. Insgesamt sind 20 verschiedene Secret und 40 Super Rares im Set enthalten.

Die Abgrundschauspieler

Bei den Abgrundschauspielern handelt es sich um Monster, die vom Anime-Charakter Sylvio Sawatari eingesetzt wurden. Sie versuchen, euren Gegner mit Hilfe von Pendelbeschwörungen zu übermannen.

Sie arbeiten außerdem hervorragend mit den “Abgrundskript”-Zauberkarten zusammen, die ihr häufig mit Hilfe ihrer Effekte direkt von eurem Deck setzen könnt. Der erste Effekt der Zauberkarten verschafft euch üblicherweise einen kleinen Vorteil, beispielsweise schützt er eure “Abgrundschauspieler”-Monster vor der Zerstörung durch Kampf.

Der zweite Effekt der Zauberkarten ist meist noch deutlich spielstärker, dieser triggert jedoch nur, wenn die Karte durch einen Effekt eures Gegners zerstört wird, während sie auf eurer Spielfeldseite gesetzt ist. Da euer Gegner jedoch üblicherweise weiß, welche eurer gesetzten Karten “Abgrundskript”-Karten sind (da diese wie bereits erwähnt durch den Effekt eurer Abgrundschauspieler direkt vom Deck aufs Spielfeld gesetzt wurden), wird es euch nur über Umwege gelingen, die spielstärkeren Effekte zu triggern.

Ein gutes Beispiel ist Abgrundskript - Aufstieg des Abgrundkönigs; sie lässt euch offene Karten in Anzahl der “Abgrundschauspieler”-Monster in Angriffsposition mit unterschiedlichen Namen auf eurer Spielfeldseite wählen und zerstören. Solltet ihr zudem noch einen “Abrundschauspieler” der Stufe 7 oder höher kontrollieren, so kann euer Gegner zusätzlich mit keinerlei Effekten auf die Aktivierung der Karte reagieren. Zusätzlich lässt euch die Zauberkarte 2 “Abgrundskript”-Zauberkarten von eurem Deck auf die Hand nehmen, wenn sie als gesetzte Karte durch einen gegnerischen Karteneffekt zerstört wird und ihr offene “Abgrundschauspieler”-Karten in eurem Extra Deck habt.

Rückkehr der Schicksals-HELDEN

Ebenfalls enthalten sind einige neue Schicksals-HELDEN (sowie Reprints von bereits erschienenen HELDEN, wie Diamond Dude, Dogma oder Malicious), einem aus Yu-Gi-Oh! GX bekannten Archetypen, der in den vergangenen Jahren nur noch selten auf Turnieren anzutreffen war. Das Schicksals-HELD Themendeck erhält mit Dystopia ein neues mächtiges Fusionsmonster, das mit Hilfe von 2 beliebigen Schicksals-HELDEN beschworen werden kann. Wenn sich seine derzeitigen ATK von seinen Grund-ATK unterscheiden (dies könnt ihr unter anderem durch die Effekte von einigen der neu erschienenen Monster erreichen) könnt ihr ein gegnerisches Monster mit Hilfe seines Effekts zerstören, um so den Weg für einen Angriff zu klären. Da er bei seiner Ankunft auf dem Spielfeld auch noch einiges an Direktschaden verursachen kann, kann er häufig den Unterschied in hart umkämpften Spielen ausmachen.

Dank der neuen Falle D-Fusion könnt ihr ihn im Spielzeug eures Gegners als Fusionsbeschwörung beschwören und er kann im selben Spielzug weder durch Kampf noch durch Karteneffekte zerstört werden!

Eine weitere willkommene Unterstützung ist Schicksals-HELD - Celestial, der euch eine offene Zauberkarte zerstören lässt, wenn er einen Angriff deklariert. Angesichts der aktuell sehr omnipräsenten Pendeldecks, die auf offene Zauberkarten bzw. Pendelmonster in der Pendelzone setzen (die als Zauberkarten behandelt werden) sollte dies ein extrem mächtiger Effekt sein. Zusätzlich lässt er euch 2 Karten aufziehen, wenn ihr keine Handkarten mehr habt und ihn gemeinsam mit einem anderen Schicksals-HELDEN von eurem Friedhof verbannt. Auf diese Weise sollte es euch deutlich einfacher fallen, ein Comeback zu starten.

Aufstieg der Finsterlords

Darüber hinaus gibt es auch neue Karten für das “Finsterlord”-Themendeck. Die ersten Karten dieses Themas sind zwar bereits 2008 erschienen, doch erst jetzt wird es wirklich als eigenes Deck spielbar. Da bei einigen der zugehörigen Karten zu ihrem ursprünglichen Erscheinungszeitpunkt noch gar nicht klar war, dass sie zu einem neuen Themendeck gehören sollen, werden die Namen einiger dieser Karten entsprechend angepasst, um dies zu verdeutlichen. So gehört beispielsweise die als “Marie, die Gefallene” bekannte Karte jetzt zu diesem Archetypen und dementsprechend wird sie im Set mit dem neuen Namen “Finsterlord Marie” enthalten sein. Selbiges gilt für “Schwester Reficule die Gefallene”, die nunmehr als “Finsterlord Schwester Reficule” versuchen wird, ihre Kollegen zu unterstützen.

Bei allen “Finsterlord”-Monstern handelt es sich um Feen mit der Eigenschaft FINSTERNIS. Viele ihrer Effekte verlangen von euch ein Investment eurer Life Points, dementsprechend ist hier Vorsicht geboten und ihr müsst während eurer Duelle stets ein Auge auf die wichtige Ressource haben, um nicht überraschend das Spiel zu verlieren.

Gleich mehrere Monster aus dieser Familie erlauben es euch, den Effekt einer “Finsterlord”-Zauber- oder Fallenkarte in eurem Friedhof zu aktivieren, indem ihr 1000 LP zahlt. Anschließend wird die jeweilige Zauber- oder Fallenkarte zurück in euer Deck gemischt, was für euch effektiv nur bedeutet, dass ihr sie zu einem späteren Zeitpunkt ein weiteres Mal aktivieren könnt. Aufgrund dieses Effekts werdet ihr euch wohl nur selten beschweren, wenn einige eurer “Finsterlord”-Unterstützungskarten direkt von eurem Deck auf den Friedhof befördert werden.

Die wichtigste Karte des Decks ist die Zauberkarte Verbannung der Finsterlords, ein themeneigener Sucher, der euch eine beliebige “Finsterlord”-Karte auf die Hand nehmen lässt, außer eine Kopie der Karte selbst. Im Laufe eines Spiels könnt ihr relativ mühelos 3 und mehr Aktivierungen der Karte forcieren, um eure Hand so immer ideal für die jeweilige Situation auf dem Spielfeld zu formen. Das sollte dem Deck die notwendige Stabilität verleihen, solange ihr in der Lage seid, die Aktivierungskosten der Effekte eurer Monster zuverlässig zu bezahlen.

Eine weitere Eigenheit der “Finsterlords” sind Abwurfeffekte. Finsterlord Ixchel erlaubt es euch beispielsweise nach seinem Abwurf gemeinsam mit einem anderen “Finsterlord”, 2 Karten aufzuziehen. So fungiert er effektiv als das “Schicksalsziehen” des Themendecks und wird auch eine wichtige Säule sein, um an die besten Karten zu kommen.

Reprints

Gerade für Spieler, die mit einem etwas kleineren Budget unterwegs sind, sind Reprints noch ein sehr wichtiges Thema. Die am häufigsten erwähnte Karte in diesem Zusammenhang ist Verlockung der Finsternis, die jetzt endlich auch für den schmaleren Geldbeutel zugänglich wird. Die Karte gehört in nahezu allen Decks, die größtenteils auf FINSTERNIS Monster setzen, zu den absoluten “Muss-Karten”.

Spielt man eine extrem hohe Anzahl von FINSTERNIS Monstern und benötigt man diese nicht unbedingt im eigenen Friedhof, so kann man auch noch den zweiten Reprint Der Anfang vom Ende integrieren, die euch im späteren Spielverlauf erheblichen Kartenvorteil verschaffen kann.

Unter dem Strich ist Destiny Soldiers eine äußerst gelungene Erweiterung, die dank der neuen Karten sowie einiger spielstarker Reprints auch Einfluss auf das Turnierspiel haben könnte.

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